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AKW Doel/Tihange und kein Ende

Klage gegen Tihange zugelassen

Trotz Sicherheitsbedenken hat das belgische Parlament beschlossen, die umstrittenen Reaktoren Doel 1 und 2 bis 2025 am Netz zu lassen. Doel ist seit 1975 in Betrieb und macht durch eine beispiellose Reihe von Pannen von sich reden.

Lesen Sie auch die Studie von Oda Becker von BUND Deutschland über die Atomgefahren (siehe unten).

Die neuesten Nachrichten von Doel

Wie neuesten Berichten (Dezember 2016) zu entnehmen ist, wollen Deutschland und Belgien . Das Abkommen wurde bereits unterzeichnet und hat vor eine deutsch-belgische Nuklearkommission zu bilden, in der es vor allem um Informationsaustausch und nukleare Sicherheit gehen soll. Ähnliche Abkommen gibt es bereits mit allen anderen Nachbarländern, die AKW betreiben, solche Abkommen, obwohl die beiden AKW vor allem in Doel und Tihange, deren Laufzeit trotz ihres hohen Alters erst vor Kurzem bis 2025 verlängert wurden, besonders problematisch sind. Dort kommt es seit Jahren immer wieder zu Störfällen, von denen im Ernstfall vor allem Deutschland betroffen wäre - Tihange liegt nur 60 Kilometer von der Grenze entfernt. Eine Sprecherin von Greenpeace fordert, dass Deutschland trotzdem Brennstoffe an zumindest Doel liefert. Solange das nicht eingestellt werde, handle es sich um reine Symbolpolitik.

Klage gegen Tihange 2 zugelassen

MKULNV hat gerade (19. August 2016) per Mail mitgeteilt: Der belgische Staatsrat (Raad van
State), das höchste belgische Verwaltungsgericht, hat dem Antrag des Landes
Nordrhein-Westfalen auf Beitritt zur Klage der StädteRegion Aachen gegen die
Wiederinbetriebnahme des belgischen Atomreaktors Tihange 2 stattgegeben.

Laufzeitverlängerung für AKW Doel 1 und 2 bis 2015 trotz massiver Bedenken

Das passierte bisher:

Nach einem Wasserleck im nicht-nuklearen Bereich wurde der belgische Reaktor Doel 3 (bei Antwerpen), der erst am 21. Dezember nach einer Pause von 21 Monaten wieder hochgefahren worden war, vom Netz genommen. Das sei wegen der notwendigen Reparaturarbeiten notwendig geworden, Gefahr habe keine bestanden - so eine Sprecherin der Betreiberfirma Electrabel. Der Reaktorblock war wegen Haarrissen abgeschaltet gewesen. Eigentlich sollte er am 28. Dezember wieder in Betrieb gehen, dieser Termin wurde jedoch auf den 6. Januar 2016 verschoben, nachdem inzwischen ein Defekt an einem Schalter am Übergang zum Hochspannungsstromnetz festgestellt wurde. Der Reaktorverharrte in einer Art Stand-by-Modus.

Erst am 24. Dezember war Doel 2 wieder hochgefahren worden, am Sonntag sollte Doel 1 folgen, der vor einer Woche nach einem Brand in einer elektrischen Schalttafel im nicht-nuklearen Bereich herunterfahren worden war.

Belgien besitzt insgesamt sieben Atomreaktoren: Doel in rund 150 Kilometer, Tihange in rund 70 Kilometer Entfernung von der deutschen Grenze. Eigentlich sollte Tihange 1, mit 40 Jahren Betriebszeit der älteste Reaktor der Anlage, in diesem Jahr vom Netz gehen, doch dann wurde entschieden, die Laufzeit um zehn Jahre bis 2025 zu verlängern.

Die deutsche Bundesregierung äußerte sich kritisch zum Weiterbetrieb beider AKW. "Wir sind besorgt, ob die erforderliche Reaktorsicherheit dieser Anlagen in vollem Umfang gewährleistet ist", schrieb Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf ihrer Facebook-Seite. Vor allem die Wiederinbetriebnahme der Reaktorblöcke Tihange 2 und Doel 3 sorgen für Unruhe. Für Anfang Januar sei ein Gespräch mit der belgischen Atomaufsicht geplant, so Barbara Hendricks.

Nachdem Doel 1 am 30. Dezember 2015 wieder ans Netz gegangen war, hat er sich kurz darauf automatisch selbst abgeschaltet. Die Ursachen werden untersucht ...

5. Januar 2016: Der Reaktor wurde wieder hochgefahren. Die automatische Abschaltung sei nichts Ungewöhnliches gewesen, Probleme bei Turbinen passierten auch in nicht-nuklearen Kraftwerken. Eine Gefahr für Mensch oder Umwelt habe nie bestanden ...

Na, dann ...

Mittlerweile läuft auch eine Online-Petition, mit der die Abschaltung der belgischen Risiko-AKW gefordert wird: https://www.change.org/p/diese-gef%C3%A4hrlichen-atomkraftwerke-in-belgien-laufen-noch-immer-tihange?recruiter=65341171&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink

Was man sonst noch tun kann, findet man unter: http://umweltfairaendern.de/2016/01/belgische-risiko-reaktoren-doel-und-tihange-wie-geht-abschalten/

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