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Wird Hinkley Point C nun doch gebaut?

Hinkley Point "verschoben"

So fing es zunächst an:

Kaum hatte der französische Stromversorger EdF den Beschluss verkündet, statt nur zwei vier Atomreaktoren in Hinkley Point zu bauen, sorgte die neue britische Premierministerin Theresa May für eine Überraschung: Das Projekt werde verschoben, man müsse noch mal darüber nachdenken - nicht zuletzt der Kosten wegen. Gerade jetzt, da nach dem "Brexit" die Wirtschaft in Großbritannien einen Einbruch erlebt, wäre der Reaktorbau wohl auch viel zu teuer: Er wird auf 22 Milliarden geschätzt - wahrscheinlich würde er aber erfahrungsgemäß noch teurer, wie man es ja von vergleichbaren Großprojekten kennt, zumal die Chinesen, die sich daran beteiligen wollten, bereits ausgestiegen sind.

Die Aussichten darauf, dass sich der Wahnsinn damit erledigt hat, sind gut! - Waren gut, muss man jetzt wohl sagen.

Seit Mitte September gibt es nun von Regierungsseite eine Presseerklärung dazu, die leider eine andere Sprache spricht.

Hinkley Point C wird zum Präzedenzfall in Grossbritannien, mit dem die britische Regierung als Shareholder in alle neugeplanten AKW einsteigen wird. Nur mit Zustimmung der Regierung werden zukünftig Besitzverhältnisse der geplanten neuen AKW geregelt werden können. Es läuft aber noch die Klage der Aarhus Konvention Initiative unter der Aktennummer ACCC/C/2013/92 vor der UN wegen Verfahrensfehler im Genehmigungsverfahren von Hinkley Point C. Nach einer Intervention eines irischen NGO sowie von MdB Sylvia Kotting- Uhl wurde Großbritannien bereits von der UN gerügt, weil das Verfahren nicht auch in Deutschland öffentlich durchgeführt wurde. Bereits dies macht Hinkley Point C zum Illegalen Schwarzbau.

Hinkley Point C wird zum Präzedenzfall in Grossbritannien, mit dem die britische Regierung als Shareholder in alle neugeplanten AKW einsteigen wird. Nur mit Zustimmung der Regierung werden zukünftig Besitzverhältnisse der geplanten neuen AKW geregelt werden können. Es läuft aber noch die Klage der Aarhus Konvention Initiative unter der Aktennummer ACCC/C/2013/92 vor der UN wegen Verfahrensfehler im Genehmigungsverfahren von Hinkley Point C. Nach einer Intervention eines irischen NGO sowie von MdB Sylvia Kotting- Uhl wurde Großbritannien bereits von der UN gerügt, weil das Verfahren nicht auch in Deutschland öffentlich durchgeführt wurde. Bereits dies macht Hinkley Point C zum Illegalen Schwarzbau.

https://www.gov.uk/government/news/government-confirms-hinkley-point-c-project-following-new-agreement-in-principle-with-edf

Zusammengefasst hier der Inhalt der Regierungserklärung:

Nach einer umfassenden Prüfung der Planung von Hinkley Point C und der überarbeitenden Vereinbarung mit EDF hat die Regierung entschieden, mit dem seit einer Generation ersten neu zu errichtenden Atomkraftkraftwerk fortzufahren. Jedoch wird ein neuer gesetzlicher Rahmen für zukünftige ausländische Investitionen in britische kritische Infrastruktur, der auch atomare Energieprojekte nach Hinkley Point umfasst, festlegen.

Im Prinzip läuft es darauf hinaus, dass Regierung und Behörde zur Regulierung nuklearer Sicherheit intervenieren können, falls die Eigentumsverhältnisse bei EDF sich ändern; und grundsätzlich sollen bei ausländischen Investitionen in kritische Infrastruktur neue Sicherheitsrichtlinien gelten. Grundsätzlich wird die Regierung bei solchen Projekten künftig Anteile für sich halten.

Großbritannien muss seine Energieversorgung verbessern, und wir waren uns immer bewusst/uns war klar, dass Atomkraft einen wichtigen Teil dazu beiträgt, unsere Energieversorgung kohlenstoffarm zu sichern

Das ist die Begründung, die die Regierung für Bau von Hinkley Point C liefert.

 

 

 

 

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