Sie sind hier:

Energiepolitik über den Preis

von Renate Wolff

Versteckte Subventionen im Strompreis

Man will uns auch nach der „Energiewende" glauben machen,

  • Deutschland sei nur international wettbewerbsfähig mit billigem Atom- und Kohlestrom.
  • Wind- und Solarstrom seien für die Strompreissteigerung von bis zu 30% bis 2020 verantwortlich.

Dabei wird gern übersehen, dass es der Gesetzgeber war, der die stromintensiven Betriebe von den Kosten für die Energiewende entweder ganz befreit oder teilweise verschont hat. Diese Kosten tragen nun allein die kleinen, oft sehr sparsamen Verbraucher.

Es wird geflissentlich verschwiegen, dass auch die Folgekosten für Kohle –und Kernkraft von der Allgemeinheit getragen werden. Was hier auf den Steuerzahler zukommen wird, lässt ahnen, wenn man an die Räumung der Asse denkt.

Versteckte Subventionen im Strompreis zu untersuchen hat sich eine Studie von Greenpeace Energy zum Ziel gesetzt.

In der Studie werden zunächst die gesamten, staatlichen Förderungen zwischen 1970 und 2012 ermittelt, um dann die verschiedenen Energieträger vergleichen zu können. Der Subventionsbegriff umfasst dabei Finanzhilfen, Steuervergütungen, Förderwerte des Emissionshandels, Atomrückstellungen und das Erneuerbare-Energie-Gesetz.

Das Ergebnis der Studie zeigt:

Die gesamtgesellschaftlichen Kosten der Stromerzeugung sind bei den Erneuerbaren niedriger als bei klassischen Energieträgern.

Der preiswerteste klassische Energieträger ist laut Studie Erdgas mit 9 Cent, der teuerste Energieträger ist Atomenergie mit 16,4 Cent (wobei die Kosten auf 42,2 Cent steigen können, wenn die externen Kosten mit 34,4 Cent angenommen werden)

Bei den Erneuerbaren ist die Wasserkraft mit 7,6 Cent der günstigste Energieträger, gefolgt von Windkraft mit 8,1 Cent.

Die Photovoltaik ist mit 36,7 Cent vergleichsweise teuer (es wurden aus dem EEG 36,5 Cent / Kilowattstunde zur Kostenberechnung herangezogen) Hier besteht hohes Kostensenkungspotential durch die Änderung bei den Vergütungssätzen.

Was Strom wirklich kostet, ist also eine Frage der Politik!

Wir MÜTTER gegen ATOMKRAFT werden unsere Aufmerksamkeit weiterhin darauf richten und uns dafür einsetzen, dass die Kosten gerecht und verantwortungsvoll auf alle Gesellschaftsgruppen verteilt werden. Subventionen ja! Aber nur, wenn damit den nachfolgenden Generationen keine zusätzlichen Hypotheken aufgeladen werden.

Weiterführende Links und Quellen

Wer die Studie genau nachlesen möchte, dem seien folgende Seiten empfohlen: