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Termine und Aktionen

Gegenveranstaltung zur Jahrestagung Kerntechnik

Veranstalter/Organisatoren:

Mütter gegen Atomkraft Regionalgruppe Nürnberg, Nürnberger Energiewendebündnis
in Zusammenarbeit mit IPPNW e. V. (Intern. Ärzte für Frieden und soziale Verantwortung)
und dem Bildungzentrum der Stadt Nürnberg

Programm:

  • Dienstag, den 10. Mai 2005:
    Kundgebung mit Plakaten und Transparenten vor der Meistersingerhalle
  • Mittwoch, den 11. Mai 2005:
    Abendveranstaltung mit Vorträgen
    Dr. Franz Alt: "Erneuerbare Energien statt Atom und Öl - Das Solarzeitalter beginnt"
    Raimund Kamm: "Atomkraft in Deutschland und der so genannte Ausstieg"
  • 10. Mai - 12. Mai 2005:
    Infostand vor der Lorenzkirche zum Thema "Erneuerbare Energien statt
    Atomkraft" mit Einsatz eines solarbetriebenen Atomkraftwerks

Bericht zur Gegenveranstaltung: "Erneuerbare Energien statt Atomkraft"

Mit einer Reihe von Gegenveranstaltungen waren die AtomkraftgegnerInnen an allen drei Veranstaltungstagen öffentlichkeitswirksam in der Stadt präsent.

Angefangen mit einer bildkräftigen Pressekonferenz auf dem Solardach der Umweltbank, gab es zu Beginn der Tagung eine lautstarke Demonstration mit Plakaten und Transparenten vor der Meistersingerhalle und während der Tagungsdauer einen weithin sichtbaren Infostand vor der zentral gelegenen Lorenzkirche mit einem aufblasbaren 10 m hohen AKW, einer Leihgabe der IPPNW, und den auf Schautafeln angebrachten acht Plakatmotiven "Fakten zur Atomenergie" der von der IPPNW initiierten Internationalen Plakataktion.

In spektakulärer Weise konnte so auf die fragwürdigen Vorhaben der tagenden Atomgemeinde aufmerksam gemacht und zugleich zu den zwei Abendveranstaltungen mit den prominenten Vertretern einer alternativen Stromwirtschaft Hermann Scheer und Franz Alt eingeladen werden.

Mit den unterschiedlichsten PassantInnen ergaben sich so am AKW viele zum Teil heftige Gespräche und Dispute, die sich vor allem um die Frage drehten, ob denn überhaupt auf die Nutzung der Atomenergie verzichtet werden könne. Die aufgestellten Plakate erwiesen sich dabei von großem Wert, konnte doch in vielen Fällen direkt mit den dort versammelten einfach gehaltenen, guten Argumenten auf fast alle Fragen und Behauptungen geantwortet und entgegnet werden.

In laminierter Form fungierten die Plakate einschließlich der entsprechenden Hintergrundinformationen an den Vortragsabenden im Saal oder im Foyer auch als kleine Ausstellung; viele AtomkraftgegnerInnen trugen sie auch beim Ausschwärmen und Demonstrieren mit Bändern um den Hals.

Parallel konnten die Nürnberger Gruppen über den Zeitraum von 14 Tagen dank unterstützender, sympathisierender Sponsoren eine Plakataktion mit den Serien der "Fakten zur Atomenergie" initiieren, bei der über die Stadtreklame sechs exponierte Plakatsäulen vollständig und zusätzlich noch ca. 300 Plakate verstreut im Nürnberger Stadtgebiet mit Veranstaltungshinweisen plakatiert wurden.

Bereits am zurückliegenden Tschernobyljahrestag arbeiteten die Nürnberger und die Münchner "Mütter gegen Atomkraft" mit den laminierten Plakaten am Infostand, und sie haben vor, die vorerst leider aktuell bleibenden Plakate auch im Wahlkampf und anlässlich des 20. Tschernobyljahrestages im Jahr 2006 zur Aufklärung der Bevölkerung einzusetzen.

Alles in allem fanden alle Aktionen und Veranstaltungen der Nürnberger Anti-Atom-Initiativen in den Medien und beim interessierten Publikum ein breites und auch unterstützendes Echo und bildeten einen deutlich wahrgenommenen Gegenpart zu der Öffentlichkeitsmaschine der bundesweit tagenden Atomgemeinde.

Der Aufwand hatte sich gelohnt.

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