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Windkraft in Deutschland

von Regine Metz

Alles Gute kommt vom Norden: die Windkraft hat mittlerweile starke Bastionen in den Küstenländern. Dort stehen auf dem Land 41% der Windkraftleistung, aber auch Rheinland Pfalz, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt sind stark vertreten. In den Nachzüglerländern Bayern und Baden-Württemberg war bisher die politische Behinderung wichtiger als das geringere Windangebot.

Geld und Investoren

Eine durchschnittliche Anlage im Süden hat 2,2 MW und hat knapp 2.000 Volllaststunden. Sie kostet brutto 2.6 Mio €. Die relativ hohen Einstiegskosten führen zu einem engeren Kreis der Investoren. Das Gros stellen klassische Kapitalsammelstellen und Fonds. Kommunale Betriebe und Genossenschaften treten seltener auf.

offshore

In Nord- und Ostsee weht mehr Wind, aber damit steigen auch die Kosten - sowohl für die Errichtung als auch die Wartung. Zugleich entsteht ein neuer Flaschenhals: die großen Netzbetreiber, nicht mehr die klassischen Stromunternehmen, kommen mit dem Anschluss an das große Netz nicht nach. Als Investoren für die offshore Kraftwerke agieren nur noch große EVU's.

Konflikte

Es ist nicht rational zu entscheiden, ob schlanke Windmasten auf einer Hügelkuppe elegant oder fürchterliche Sünden an der Landschaft sind. Ein guter Weg bietet sich in Regionalplänen an. Dort werden Vorrang-und Tabuzonen markiert.

Das Wissen um Konflikte mit großen Vögeln und Fledermäusen ist noch mit Mängeln behaftet. Derzeit ist die gängige Praxis Wanderrouten und Arealen mit einigen besonderen Arten auszuweichen. Eine intensivere Forschung wird wohl bald so manchen Konflikt entschärfen können.

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