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Kosten und Akteure

von Regine Metz

2013 kostet eine Windanlage im Süden Deutschlands 2,6 Millionen €. Die in Bayern benötigten max. 2.000 Anlagen bedeuten eine Investition von 5,2 Milliarden. Verteilt auf 10 Jahre ist eine Investition von 520 Millionen pro Jahr vonnöten. Sie entspricht 1.3 Promille des bayrischen Bruttoinlandprodukts, ihre Finanzierung ist also kein relevantes Problem.

Die meisten Investoren sind mittelgroße Firmen und gründen Beteiligungsgesellschaften. Die größeren bayerischen Stadtwerke sind in Bayern bisher etwas behutsam unterwegs, die Genossenschaften mit mittlerem Tempo.

Im Binnenland sind die großen Stromfirmen kaum im Geschäft. Bei der dort dominierenden Philosophie der großen Einheiten und dem hohen Renditezwang erscheint dies logisch. Windanlagen sind selbst als Windpark ein Geschäft, das als zu kleinteilig und zu personalintensiv betrachtet wird.

Sie konzentrieren sich auf das off-shore Geschäft. Sie sind dort mittlerweile die einzigen Akteure. Die Lobbyarbeit erreichte, dass diese Art der Erneuerbaren ertragreiche Perspektiven hat. Dazu werden die Risiken teilweise auf die Stromkunden abgewälzt.

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