Sie sind hier:
  • Atommülllager ohne Beteiligung? – Offener Brief an die Bundesregierung und die Landesregierungen

Aktuelle Informationen

Atommülllager ohne Beteiligung? – Offener Brief an die Bundesregierung und die Landesregierungen

Offener Brief zum Endlagerprojekt CIGEO in Bure/Lothringen wegen fehlender Beteiligung der Nachbarländer

5. Mai 2021

Sehr geehrte  Frau Bundesumweltministerin Svenja Schulze,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Herr Umweltminister Franz Untersteller bzw. Nachfolger,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Tobias Hans und Herr Umweltminister Reinhold Jost,
sehr geehrte  Frau Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Frau Umweltministerin Anne Spiegel,

mitten in der Großregion soll ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll entstehen. Wir unterstützen den offenen Brief der französischen Zivilgesellschaft und zahlreicher Umwelt- und Antiatomkraftinitiativen mit denen wir uns seit Jahrzehnten gegen das Endlagerprojekt Bure, inzwischen zu CIGEO umbenannt – engagieren. Diese fordern, dass auch die Nachbarländer informiert, angehört und öffentlich beteiligt werden, wozu die Übereinkommen von Aarhus als auch das Übereinkommen von Espoo völkerrechtlich verpflichten.

Neben den erheblichen Risiken wie Explosionsgefahr, Grundwasserverseuchung, Transportunfälle und die Freisetzung von Radioaktivität in die Biosphäre, die damit einhergehen, hat so ein Endlager auch eine politische Funktion: es dient dem Weiterbetrieb der Atomanlagen – darunter der durch viele Pannen und Störfälle bekannte Atomkomplex von Cattenom.


Während aktuell ein Fernsehfilm zeigte, wie Luxemburg durch einen Super-GAU von der Landkarte gewischt würde, zeigen sowohl die Serie Chernobyl als auch der Film “Tschernobyl” anschaulich, wieviel menschliches Leid durch Atomenergie verursacht wurde und wird –  zusätzlich zu langfristigen Umweltzerstörungen und Verseuchungen.

Wir bitten Sie konkret sich – wie im Brief angesprochen – für die Beteiligung und Anhörung unserer Bundesländer einzusetzen, also nicht zu warten, ob Frankreich seine Verpflichtungen eventuell noch zu erfüllen gedenkt, sondern sie jetzt aktiv einzufordern.

Mit freundlichen Grüßen


Elisabeth Quaré und Markus Pflüger für das Antiatomnetz Trier
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. Rheinland-Pfalz-Saarland
QuattroPax – Friedens- und Solidaritätsnetzwerk in der Großregion
Bürgerinitiative Energiewende-Mainz
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Bündnis für die „Sichere Verwahrung von Atommüll in Baden-Württemberg“
Bure-Solidaritäts-Gruppe Dreyeckland
Die Mütter gegen Atomkraft e.V.
Dieter Kaufmann, Arbeitskreis gegen Atomanlagen Frankfurt am Main
Friedens-Netz Saar
Greenpeace Saar
Mehr Demokratie e.V. Landesverband Rheinland-Pfalz
Reiner Aulenbacher Sprecher der Umweltgewerkschaft, Regionalgruppe Saar
Wolfenbütteler Atom(undKohle)AusstiegsGruppe (WAAG)
AKW-NEE-Gruppe Aachen
NaturFreunde Deutschlands

Weitere Informationen finden Sie hier.

[Link abgerufen am 11.5.2021]

Zurück