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Bilfingers weltweites Geschäft mit der Atomkraft

Angesichts der Ende Juni stattfindenen Jahreshauptversammlung des an der Börse notierten Unternehmens Bilfinger gab es vor der Konzernzentrale Proteste der Anti-Atomkraft Kollegen und einen Gegenantrag des Dachverbandes der kritischen Aktionäre, den Vorstand nicht zu entlasten. Den Antrag können Sie hier auf den Seiten des Dachverbandes nachlesen.

Die Antiatom Bewegung Ausgestrahlt.de schreibt in ihrem Pressebericht zu Bilfinger: "Während Deutschland mit guten Gründen aus der Atomenergie aussteigt, möchte Bilfinger die Atomkraft weltweit weiter ausbauen. Das Unternehmen ist beispielsweise an AKW-Neubauprojekten in Großbritannien und Frankreich beteiligt. Diese werden trotz gewaltiger Kostenexplosionen weiter vorangetrieben und schlucken damit Milliarden, die für tatsächlichen Klimaschutz fehlen. Selbst in politisch instabilen Regionen wie dem Nahen Osten möchte Bilfinger an neuen Atomreaktoren mitbauen. Angesichts der mit Atomkraft untrennbar verbundenen Risiken, Kosten und Problemen muss Bilfinger dieses Geschäftsmodell beenden.

In Flamanville in Frankreich ist Bilfinger mit daran beteiligt, ein Atomkraftwerk ans Laufen zu bringen, das aufgrund schwerer technischer Mängel noch vor seiner Inbetriebnahme den Status 'Pannenreaktor' erlangt hat. Damit macht der Konzern die Inbetriebnahme eines Reaktors möglich, dessen zentrale Bauteile - insbesondere der Reaktordruckbehälter - noch nicht einmal den vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen genügen. Der Konzern schreckt selbst davor nicht zurück, an französischen Uralt-Meilern herumzuflicken, damit Frankreich gefährliche Laufzeitverlängerungen durchführen kann." (Quelle Pressemeldung: ausgestrahlt.de vom 24.6.2020 Mannheim: Protest bei Hauptversammlung gegen das atomare Geschäftsmodell von Bilfinger)

[Links abgerufen am 7.7.2020]

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