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Stopp den Mülltransport! Offener Brief der russischen Umweltschützer zu Uranmüll aus Deutschland

Gemeinsam mit russischen Umweltaktivist*innen fordern wir einem Schreiben an die Bundesumweltministerin ein sofortiges Ende des Transports von Produktionsabfällen aus der deutschen Urananreicherungsanlage Gronau nach Russland.

in einem Pressebeitrag auf der Internetplattform von ausgestrahlt.de heißt es:

"Erneut wurden etwa 600 Tonnen abgereichertes Uran, ein Abfallprodukt aus der Herstellung von Brennstoff für Atomkraftwerke, bis nach Amsterdam gebracht und von dort weiter mit dem Schiff nach Sankt Petersburg. Die Reise endet in einer Atomanlage in Sibirien, wo laut des deutschen Absenders Urenco ein Teil des gelieferten Uranhexafluorid wieder angereichert und nutztbar gemacht werden soll. Kritiker*innen wissen: Der Großteil verbleibt als Abfall dort. Ein ökologisches Desaster, denn eine nach deutschen Maßgaben „sichere Lagerung“ ist auf dem Gelände der russischen Atomfabriken ausgeschlossen.

Russland nehme aus „kommerziellen Gründen“ den Müll an, kritisieren Atomkraftgegner*innen auf einer Demonstration in Münster, die am 7. Juni stattfand. Der deutsche Anlagenbetreiber Urenco wird seinen Müll so los, statt ihn verantwortungsbewusst im eigenen Land langfristig zu lagern. Der Trick, den Abfall als Wertstoff zu deklarieren, weil er angeblich wieder verwendet wird, macht den sonst verbotenen Export von Atommüll überhaupt möglich. Derzeit profitiere Urenco zudem von der Corona-Pandemie, „weil sie ihren gefährlichen Atommüll extrem einfach loswerden“.

Alle drei bis vier Wochen starten in den letzten Monaten die Züge mit Ziel Russland. In Deutschland sind kleinere Protestmahnwachen gegen den illegalen Atommüllexport wieder möglich geworden, doch in Russland gibt es weiter strenge Ausgangsbeschränkungen."

Bitte lesen Sie auf der Webseite von ausgestrahlt.de den ganzen Pressebeitrag.

- Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von umwelt-energie-report vom 19.6.20 hier.

- Die Pressemitteilung des Aktionsbündnisses Umweltschutz Lüchow-Dannenberg lesen Sie hier.

- Auch die Süddeutsche Zeitung berichtete bereits am 9.6.2020 in ihrem Artikel "Russische Aktivisten wollen keinen deutschen Atommüll mehr". Nachzulesen hier.

[Links abgerufen am 7.7.2020]

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