Sie sind hier:
  • Leserbrief zum Artikel „Atomkraft, ja bitte“ vom 13.März 2019

Aktuelle Informationen

Leserbrief zum Artikel „Atomkraft, ja bitte“ vom 13.März 2019

 

Wir dürfen aus Urheberrechtsschutzgründen leider weder den Artikel der Süddeutschen Zeitung hier veröffentlichen noch die Stellungnahme des Redakteurs. Wohl aber unseren Leserbrief und die Stellungnahme von Doris auf die Stellungnahme des Redakteurs.

"Welche Absicht steckt dahinter, wenn die SZ dem neuen Atomkraftwerk in Weißrussland eine derart große Plattform einrichtet? Soll die Atomkraft so wieder hoffähig gemacht werden?

Wir wissen doch seit langem, dass die Atomkraft antiquiert, gefährlich und viel zu teuer ist. Aber offensichtlich hat dieser autoritäre Staat keine Lehren aus der Atomkatastrophe von Tschernobyl gezogen, obwohl ein Viertel seiner Fläche damals kontaminiert wurde und immer noch ist.

Viele Kinder wurden krank und viele verbrachten ihre Ferien in Deutschland um ihr Immunsystem zu stärken. Ist das alles vergessen? Geht alles wieder von vorne los? War mein jahrzehntelanger Einsatz gegen die Atomenergie bei den „Müttern gegen Atomkraft“ denn ganz umsonst? Es macht mich sehr wütend."

Der Leserbrief wurde von der Süddeutschen Zeitung nicht veröffentlicht. Aber wir erhielten eine Antwort des Redakteurs, so dass Doris dauraufhin noch einmal zurückschrieb:

"Zur Sache:

Für die Leser und Leserinnen (wahrscheinlich die meisten), die von der Seite drei nur die Überschrift und die fett gedruckten Zwischensätze lesen, erschließen sich daraus nur positive Aspekte der Atomkraft. Leider mehren sich Beiträge in allen Medien mit diesem Tenor. Genau dagegen richtete sich mein Leserbrief.

Nur Leute, die wie ich an dem Thema sehr interessiert sind, lesen den ganzen Artikel. Es ist in Weißrussland genauso wie überall, dass in armen Gegenden die Bevölkerung durch Geschenke zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen gekauft wird und sie deshalb die Gefahren eines Atomkraftwerkes ausblendet. In Deutschland hat es zum Glück in Wackersdorf und Gorleben nicht geklappt.

Im Übrigen bin ich mit meiner Meinung nicht allein. Viele Leute machen sich Gedanken über den Schwenk in der Atompolitik."

 

Zurück