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Petition gegen Atomausweitung in Grundremmingen

Erfolg der Petition mit 34 000 Einwendungen

Der Antrag von RWE und EON auf Ausweitung der Produktion von Atomstrom und Atommüll  in Grundremmingen war nicht genehmigungsfähig. Die Atomkonzerne mussten ihren Antrag zurückziehen.

Seit 1999 versuchten die zwei Atomkonzerne, eine Auweitung der Leistung in ihrem AKW Grundremmingen genehmigt zu bekommen. Um das zu verhindern, haben wir Umweltschützer im Frühjahr 2013 eine Petition gestartet. Bei einem anerkannten und sehr erfahrenen Fachmann haben wir eine Studie über die Risiken des AKW Grundremmingen in Auftrag gegeben.

12. November 2013   An der Universität Augsburg stellt Professor Renneberg die Studie "Risiken des Betriebs des Kernkraftwerks Gundremmingen unter besonderer Berücksichtigung der beantragten Leistungserhöhung" vor. Sein Fazit: "Der Antrag auf Genehmigung der Leistungserhöhung ist nach vorliegender Aktenlage nicht genehmigungsfähig."

9. Dezember 2013   Die österreichische Umweltorganisation Global 2000 beginnt mit der Sammlung von Unterschriften gegen die Gundremminger Atomausweitung.

10. Dezember 2013   Im Bayerischen Landtag überreichen Bund Naturschutz und unsere Bürgerinitiative 27 000 weitere Petiionen und kommen so auf insgesamt 34 000. Darin fordern wir den Landtag auf, sich gegen die gefährliche Leistungsausweitung auszusprechen und die Staatsregierung in die Pflicht zu nehmen.

13. Dezember 2013   Die Bürgerintiative FORUM fordert RWE und EON auf, den Genehmigungsantrag für die Ausweitung der Atomproduktion in Gundremmingen endlich zurückzuziehen.

17. Dezember 2013   RWE und EON ziehen den Antrag zurück.

Zusätzliche Gefahren verhindert - aber die Atomanlage in Gundremmingen wird immer riskanter

So konnten wir die zusätzliche Gefahr durch eine Atomausweitung abwenden. Aber die zwei Siedewasserreaktoren - die vier in Fukushima zerstörten Anlagen waren auch Siedewasserreaktoren - sind noch in Betrieb. Acht von früher zehn Siedewasserreaktoren wurden in Deutschland bereits stillgelegt. Nur die zwei in Gundremmingen laufen noch. Und sie haben sehr schwerwiegende Sicherheitsmängel, wie die Studie von Professor Renneberg aufgezeigt hat: Die Stabilität des Reaktordruckbehälters und somit auch der Einführungen für die Steuerstäbe ist fraglich. Die beiden Gundremminger Blöcke verfügen nicht über die gesetzlich vorgeschriebenen Reserven an Not- und Nachkühlsystemen. Beide Reaktoren könnten heute nicht mehr genehmigt werden. Bald sind sie 30 Jahre alt. Sie sind durch den Betrieb und gerade auch durch die Neutronenstrahlung abgenutzt und sind längst abgeschrieben.

Atommüllentsorgung seit 50 Jahren ungelöst

Man hat sich an das Umweltverbrechen gewöhnt, dass seit Inbetriebnahme des Blocks A in Gundremmingen im Jahr 1966 beim Spalten von Uran und Plutonium hochradioaktiver Atommüll erzeugt wird und noch kein Kilo entsorgt ist. Nimmt man die Radioaktivität als Maßstab, erzeugt Gundremmingen täglich dreimal so viel neuen Atommüll, wie insgesamt in allen Atommüllfässern im Skandalbergwerk Asse enthalten ist. In keinem anderen Ort Deutschlands lagert oberirdisch, daher besonders gefährlich, so viel Atommüll wie im Zwischenlager von Gundremmingen: schreibt Raimund Kamm für das FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e. V.

R. Remm, Dezember 2013

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