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14 Jahre nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl

Im April vor 14 Jahren haben uns die Folgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl vor Augen geführt, wie wenig ein Atomunfall sich an die Begrenzheit einer Katastrophenschutzplanung hält. Alle damaligen theoretischen Überlegungen zum Katastrophenschutz zeigten sich durch das riesige Ausmaß der Folgen als sinnlos und hilflos:

  • 7000 Quadratkilometer wurden in Weißrußland über Nacht unbewohnbar gemacht.
  • 400.000 Menschen verloren ihre Heimat und mußten umgesiedelt werden.
  • Von 800.000 jungen Soldaten, die als Liquidatoren zu Aufräumarbeiten in den verstrahlten Gebieten eingesetzt wurden, sind bereits 25.000 tot und unzählige schwer erkrankt.
  • Die Zahl der Krebserkrankungen und Leukämien steigt von Jahr zu Jahr. Die Zahl der Schilddrüsenerkrankungen, die bereits vier Jahre nach der Katastrophe bei Kindern drastisch angestiegen war, hat jetzt schon dramatische Zahlen erreicht. Mittlerweile erkranken nicht nur die strahlenempfindlichen Kinder, sondern auch zunehmend die Erwachsenen an Schilddrüsenkrebs.
  • Nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen gab es auch in Bayern nach dem Reaktorunfall eine erhöhte Säuglingssterblichkeit.

Anläßlich dieses Ereignisses veranstalten die Unterschleißheimer MÜTTER GEGEN ATOMKRAFT e. V. einen Infostand von 9 - 12 Uhr auf dem Unterschleißheimer Rathausplatz. Der gemeinnützige Verein informiert über die Hilfsaktion „Kinder von Tschernobyl“ vom letzten November. Des weiteren kann man sich am Stand kundig machen über atomfrei produzierten Strom und die Möglichkeit des Stromwechsels als auch über den im Bau befindlichen neuen Atomforschungsreaktor FRM 2 in Garching. Auch liegen Unterschriftenlisten aus zur ungenügenden Haftpflichtversicherung von Atomkraftwerken. Denn das volle Risiko für Gesundheitsschäden und Vermögensverluste nach einem Atomunfall trägt jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger, und nicht die Betreiber der Atomkraftwerke. Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, dass die Atomkraftwerksbetreiber von einer angemessenen Risikovorsorge ihrer gewinnträchtigen Unternehmen von der Haftpflichtversicherung freistellt sind.

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