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Zusammenarbeit
mit japanischen Gruppen

von Renate Wolff

Unser erster unmittelbarer Kontakt zu Japan nach der Katastrophe wurde 2011 durch Dr. Jörg Raupach-Sumiya aus Minakuchi hergestellt. Er lebt und arbeitet in Japan als Lehrbeauftragte für Ostasienwirtschaft der Uni Duisburg.

Er schilderte, wie aufgebracht und verunsichert die Menschen in Japan seien und dass sie zu Tausenden auf die Straßen gingen. Er fragte an, ob die MÜTTER gegen ATOMKRAFT ein Grußwort für die bevorstehenden Großdemonstrationen schreiben würden. Dieses sollte neben andern Grußworten aus aller Welt verlesen werden, um den Protesten internationalen Nachdruck zu verleihen.

Diesem Wunsch sind wir natürlich gerne nachgekommen. Mit einer kleinen Geste Mut zu machen und Müttern in Japan zu zeigen, dass man aufbegehren muss, ist ja nicht viel was wir tun konnten. Sie können dieses Grußwort in MÜTTER COURAGE 2012 nachlesen.

Überraschend meldete sich im Sommer 2012 eine Japanische Frauengruppe aus Sopporo bei uns und bat um ein Gespräch.

Im Juni trafen wir uns dann mit sieben reizenden Japanerinnen in unserem winzigen Büro. Ihre Höflichkeit und ihre Gastgeschenke in Form von Ansteckblumen beschämten uns, denn wir hatten einen sachlichen Gedankenaustausch erwartet, bei Getränken und Brezeln.

Nach Übergabe aller Visitenkarten mit japanischen Schriftzeichen, ging langsam die Befangenheit auf beiden Seiten dank der sehr engagierten Deutschen, die als Übersetzerin einen super Job machte, in einen lebhaften Austausch über.

Wir werden diese Begegnung nie vergessen.

Die Frauen erzählten sehr eindringlich von ihren persönlichen Schicksalen und schilderten, dass der Riss oft durch die Familien geht, wenn ein Teil das gefährliche Gebiet endgültig verlassen will. Die Unwissenheit aber auch die Ignoranz ist noch groß - nicht nur bei den Behörden. Sorge und Angst, die uns als junge Mütter nach Tschernobyl erfüllte, waren durch die Gespräche wieder gegenwärtig. Wir erzählten von den Anfängen unseres Vereins.

Sie hörten sich interessiert an, wie unsere Gruppe sich nach Tschernobyl gegründet hat und mit welchen Schwierigkeiten wir konfrontiert waren. Wir berichteten über unsere Erfahrungen mit Ferienkindern aus der Ukraine, über die Mühen der Aufklärung in der breiten Bevölkerung und über die Rückschläge, die uns viel Kraft gekostet haben.

Wir erfuhren, dass sie mit anderen Frauen, die aus dem Gebiet von Fukushima geflüchtet sind, in Sapporo den Verein „Schützt die Kinder von Fukushima" gegründet haben.

Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, in Sapporo Ferienlager für Kinder aus den belasteten Gebieten einzurichten und ihnen mit gesunder Luft, gesunder Ernährung, Spiel und Sport zu helfen, die Schwierigkeiten im täglichen Leben wenigstens über eine gewisse Zeit hinter sich zu lassen.

Wie Taka Yamaguchi berichtet, konnte der Verein seit Sommer 2011 vier Kuraufenthalte organisieren.

Sie schreibt unter anderem:

„In diesem Sommer war es mit 60 Teilnehmern die größte Begegnung…

...wir streben die Einrichtung eines Sanatoriums an, in das jeder jederzeit zur Kur kommen kann. Wir möchten- mit Respekt auf die individuelle Entscheidung- für die Menschen, die in Fukushima bleiben, sowie auch die, die sich zur Umsiedlung entschließen gleichsam unterstützend zur Seite stehen können.

Der Schutz der Kinder von Fukushima hängt mit dem Wohl aller Kinder zusammen. Daher bitten wir Sie auch weiterhin um tatkräftige und finanzielle Unterstützung unserer Arbeit!“

Wir schließen uns diesem Aufruf an!

[alle Links abgerufen am 24.1.2019]

Text von Kazuhiko Kobayashi Fukushima-Jahrestag mit Mail vom 4.3.2019

" Liebe Freundinnen und Freunde,

 Zu berichten sind

Nichts Neues, nichts Erfreuliches.

 

Nichts hat sich geändert.

Kein einziges Problem gelöst.

 

Was machen die Verantwortlichen?

Sie machen,

Wie immer,

Verheimlichung, Verharmlosung von

All den für sie ungünstigen Wahrheiten,

Und

Wie immer,

Propaganda, Propaganda und nochmals

Propaganda.

Denn

Ihr Ziel ist die Gehirnwäsche:

Die beste Methode,

Um das Volk dumm und kritiklos zu machen.

 

Was machen die großen Medien?

Sie bangen um ihre Existenz,

Darum,

Schauen beängstigt nach Launen der Täter,

Der Mächtigen, der Sponsoren

Und

Schon längst jenes Gewissen verloren,

Von Wahrheiten zu berichten

Und

Für die Gerechtigkeit zu kämpfen.

 

Die schilddrüsenkrebserkrankten Kinder in Fukushima sind bereits

laut offizieller Veröffentlichung bereits mehr als 200 geworden.

 

Wir wissen aber, dass die gesamte Zahl in Wahrheit viel höher ist.

 

Es wird in Fukushima und auch in ganz Japan von dem Ärztegremium

an der Regierungsseite propagiert, dass sogar die Werte von 100mSv

bzw. auch noch 200mSv pro Jahr für die menschliche Gesundheit

unbedenklich wären.

 

Es wird in ganz Japan von den regierungsbeauftragten wissenschaftlichen

Mitarbeitern propagiert, dass das Plutonium der unersetzbare, unverzichtbare,

zukunftsversprechende wichtigste Energiestoff für Japan sei und darum staatlich

weiterhin gefördert werden müsse.

 

Haben die japanischen Ärzte und Wissenschaftler überhaupt noch

ihr Gewissen?

 

Sie haben das nämlich längst gegen Macht und Geld verkauft.

 

Die Mütter, die ihre Kinder vor radioaktiven Strahlungen in Fukushima

schützen wollten und daher mit ihnen flohen, leben

zum großen Teil ohne jegliche Hilfe des Staates in Not.

 

Und in diesem selben Land wird die Olympiade 2020 propagiert

und gefeiert als "S y m b o l  d e s  F r i e d e n s"......mit viel

viel viel Steuergeld von dem japanischen Volk und schließlich

von den Bürgern in Fukushima.

 

Wo ist die Gerechtigkeit?

 

Wahrhaftig!!!!

Wir müssen lernen, dass die Gerechtigkeit nicht geschenkt wird,

sondern nur von uns hart erkämpft werden muß..., mit aller Kraft,

Mut und unerschütterlichem Willen!!!!

 

Liebe Leute,

für die Kinder in und aus Fukushima bitte ich Euch aus ganzem Herzen

um Spenden auf folgendes Konto:

 

Konto in EURO für Spenden für Kinder in und aus Fukushima

BLZ: 20080000

Ktonr.: 0966002101

IBAN: DE43200800000966002101

 Tokyo, den 4. März 2019

 

Mit lieben und solidarischen Grüßen

Kazuhiko Kobayashi
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An meinem Lebensabend habe ich nur noch einen Wunsch:
Aus meiner innersten Seele heraus zu sprechen und nach meinem Gewissen
zu handeln für die hilflosen, unschuldigen Kinder und für unsere einmalig kostbare,
schöne und unersetzbare Erde, die nun weltweit immer mehr verseucht wird und
schweigend um Hilfe ruft.
Kazuhiko Kobayashi"

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Kazuhiko Kobayashi ist ein japanischer Wissenschaftler und Atomkraft-Kritiker. Mehr Infos auf seiner FB Seite

[link abgerufen am 9.4.2019]